Studiengänge

Zielsetzungen

 

LAUREATSSTUDIENGANG IN KRANKENPFLEGE

(Berufsbefähigung zur Ausführung des Krankenpflegeberufs) D.M. 270/04

 

Der Laureatsstudiengang in Krankenpflege http://www.medicina.univr.it bietet ein Grundstudium  im Bereich der grundlegenden theoretischen und klinischen Wissenschaften, um das Verständnis der wichtigsten patho- physiologischen Prozesse zu gewährleisten, das die Arbeit des Krankenpflegers im Bereich der Vorbeugung, Pflege und Aufklärung ermöglicht.

 

Am Ende des Studiums ist der Absolvent in der Lage die Probleme mit einem ganzheitlichen Blick zu analysieren und zu lösen, dies gilt auch für Prozesse im psychologischen und sozio-kulturellen Bereich, die sich mit dem Thema Gesundheit, Krankheit und Pflege beschäftigen. Der Absolvent soll methodologisch angebrachte Pflegemaßnahmen begreifen und diese in konkreten Situationen anwenden, sie/er soll ethische, deontologische und rechtliche Grundlagen des Pflegeberufes kennen. Sie/er soll soziale Fähigkeiten besitzen im Umgang mit den Betreuten und den verschiedenen Berufsgruppen. Diese Kompetenzen werden durch das Lernen der grundlegenden Wissenschaften (Biologie, Anatomie, Physiologie usw), der medizinischen und klinischen Wissenschaften (Innere Medizin, Kardiologie, Chirurgie, Wiederbelebung usw.) und der Pflegewissenschaften erworben.

 

Der Studiengang ist bestrebt kompetente Fachleute auszubilden, die im Bereich der Krankheitsprävention,  der Pflege im Krankenhaus und  Territorium  und der Patientenübernahme in Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen tätig sind.

Die Krankenpflege-Absolventen können in öffentlichen oder privaten  Gesundheits- und/oder sozialen Einrichtungen angestellt  werden (Krankenhäuser,  Notfalldienste im Territorium, Strukturen im post- akuten Bereich, Langzeitpflege,  Pflegeheime,  Territoriale- und Hauspflege).

Laut der Studienordnung gliedert sich das Studium in mehrere Bereiche: Theoretischer Unterricht (setzt sich aus ca. der Hälfte der zu erreichenden Credits zusammen), die restlichen Credits  werden durch verschiedene Tätigkeiten erworben, wie zum Beispiel:  Berufsbildende  Praktika, klinische „problem- solving“ Diskussionen in der Praxis, didaktische Labors, um technische kommunikative Fähigkeiten zu erlernen, Seminare, Selbststudium und die Erstellung von Reports.

Das Lernen im Praktikum findet auf zwei Ebenen statt (Praktikumsanleiter direkt vor Ort auf der  Abteilung und  klinischer Tutor). Der Tutor ist ein/e Krankenpfleger/in, der/die  pädagogische Kompetenzen erworben hat.

Er organisiert und begleitet die  Praktika und wirkt auch bei der Planung und Gestaltung der klinischen Labors mit.  Der Tutor wählt zwischen mehreren  Lernmöglichkeiten und erleichtert somit die Integration von praktischer Erfahrung mit der Theorie und unterstützt auch Studierende mit Lernschwierigkeiten mittels gezielt ausgewählten Strategien. Außerdem erleichtert er den Bewertungsprozess im Praktikum und pflegt die Beziehungen mit den Gesundheitseinrichtungen.

 

Der Praktikumsanleiter ist ein Mitarbeiter der Gesundheitseinrichtung, die/der den Studenten im Praktikum begleitet und  die Lernmöglichkeiten den Lernzielen anpasst.  Sie/Er garantiert die Sicherheit des Studenten und des Patienten.  Sie/Er versichert sich, dass der Student die übertragenen  Tätigkeiten gemäß den Qualitätsstandards durchführt .

Während der Praktikumserfahrung erhält der Student eine formative Bewertung des eigenen Verlaufs mittels Gesprächen/Feedbacks  und schriftlichen Bewertungsprofilen. Am Ende des akademischen Jahres wird eine summative Bewertung des Studenten abgegeben, um den Erwerb und den Fortschritt der Kompetenzen zu dokumentieren

 

Das Praktikum ist die bevorzugte und nicht ersetzbare Form, um den Beruf des Krankenpflegers zu erlernen. Dies passiert durch das „Hands-on“ Probieren und durch die Verknüpfung von theoretischem, Disziplin bezogenem Wissen mit der professionellen und organisatorischen Praxis.

Das klinische Praktikum bietet dem Studenten die Möglichkeit:

  • Sich aktiv in einem realen Patienten-Kontext zu probieren
  • Schrittweise lernen Entscheidungen zu treffen, je nach Situation geeignete Maßnahmen auszuwählen
  • Sich im Zeitmanagement zu üben und Verantwortung in der eigenen Ausbildung zu übernehmen
  • Die erlernten theoretischen Grundsätze in der Praxis umzusetzen und auch umgekehrt aus der Praxis Prinzipe zu erörtern. Dies geschieht durch die Beobachtung der Probleme in greifbaren Situationen
  • Verschiedene Erfahrungen durch das Beobachten zu sammeln und Patienten verschiedenerer Schweregrade zu  übernehmen - somit kann das Erlernte in diversen Situationen angewendet werden

 

Das Praktikum erfolgt in akkreditierten  Diensten im Gesundheitsbezirk von Bozen, Brixen, Bruneck und Meran. Die Studenten im dritten Ausbildungsjahr haben die Möglichkeit, ein Praktikum außerhalb der Provinz zu absolvieren, in Italien, Österreich und in der Schweiz.

 

Außerdem haben die Studenten, welche ordnungsgemäß an der Universität  von Verona inskribiert sind, die Möglichkeit, durch das Erasmus-Programm drei Monate lang an einer europäischen Partneruniversität zu studieren https://www.univr.it/it/mappa-degli-accordi-internazionali.

 

Das Erasmus-Projekt für den Laureatsstudiengang der Krankenpfleger sieht vor, dass ein Teil des Praktikums des dritten Jahres,in ein oder zwei klinischen Diensten, unter Aufsicht der Auslandsuniversität,  absolviert wird. Es werden 12 CFU zugeteilt, diese sind von der Universitätsordnung vorgesehen.

 

 

Seitenanfang