Studiengänge

Zielsetzungen

Die Studierenden erwerben an der Claudiana fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten zur eigenständigen, eigenverantwortlichen und prozessorientierten Bewältigung der fachspezifischen Aufgaben. Ziel der Ausbildung ist die Entwicklung von persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten, die der Umsetzung des Betreuungs- und Beziehungsprozesses, sowie der Formulierung von kritischen Forschungsfragen und zur selbständigen Bewertung von komplexen praktischen Situationen dienen. Die Implementierung von evidenzbasiertem Handeln in fachspezifische Aufgabenbereiche ist unabdingbar.

Zusammenfassung der allgemeinen Lernziele, welche bis am Ende der Ausbildung zu erreichen sind:

Gesundheitserziehungs - Bereich
Die Studierenden sollen imstande sein:

  • mit anderen Professionisten, Gesundheitsbedürfnisse der Einzelperson sowie der Gesellschaft zu erkennen und gesundheitserzieherische Maßnahmen zu ergreifen;
  • die Personen zu einem gesunden Lebensstil zu erziehen.

Allgemeiner Pflege – Bereich
Die Studierenden sollen imstande sein:

  • Pflegebedürfnisse zu erkennen;
  • Pflege planen zu können, indem ein individueller Pflegeplan mit Pflegezielen aufgestellt, registriert und der/die Patient/in bzw. die Bezugspersonen (caregivers) miteinbezogen werden;
  • die geplanten Maßnahmen zu verwirklichen und die therapeutischen Verordnungen durchzuführen;
  • die Ergebnisse der Pflegemaßnahmen zu bewerten;
  • den/die Patienten/in vor, während und nach einem chirurgischen Eingriff zu betreuen;
  • kritischen Situationen, in welcher sich ein/eine Patient/in befinden kann, vorzubeugen und entgegen zu treten;
  • den/die Patienten/in und seine/ihre Bezugspersonen am Lebensende zu betreuen;

Spezifisch - technischer Pflege – Bereich
Die Studienrenden sollen imstande sein:

  • Techniken anzuwenden, die zur Unterstützung der kardio- respiratorischen Funktionsfähigkeit beitragen (z.B.: Erhebung und Monitorisierung des Blutdruckes, Atemfrequenz, Herzfrequenz, EKG- Ausführung und erste Interpretation; angeordnete Sauerstofftherapiegabe, Erhebung der peripheren Sauerstoffsättigung);
  • Techniken anzuwenden, die zur Unterstützung des Flüssigkeits- und Ernährungsbedürfnisses beitragen (z.B.: Erhebung des Körpergewichts und -größe, Handhabung der nasoduodenalen Sonde, Erhebung der Flüssigkeitsbilanz)
  • Techniken anzuwenden, die zur Unterstützung des Ausscheidungsbedürfnisses beitragen (z.B.: Katheterisieren der Harnblase, Handhabung der Uro- und Kolostomie);
  • Techniken anzuwenden, welche der Körperstellung und Mobilisation dienen;
  • die Körpertemperatur zu messen;
  • die Körperhygiene beim Patienten durchzuführen;
  • Techniken anzuwenden, welche der Therapieverabreichung dienen (z.B.: Handhabung der verschiedenen Verabreichungsformen [intravenös, intramuskulär, oral, subkutan…], Legen von peripheren Venenverweilkatheter)
  • Techniken anzuwenden, welche der Unterstützung diagnostischer und therapeutischer Handlungen dienen (z.B: venöse und kapilläre Blutentnahme, Vorbereitung des Patienten für eine Bronchoskopie, Kolonskopie, versch. Biopsien);
  • Techniken anzuwenden, die vor allem im chirurgischen Bereich eingesetzt werden (z.B.: Herrichten eines sterilen Feldes, Gebrauch von sterilen Handschuhen, Verbands- und Bandagenwechsel, Kontrolle von versch. Drainagen);
  • Techniken anzuwenden, welche der Sicherheit des Patienten, des Personals und des Arbeitsplatzes dienen (z.B.. Desinfektion und Sterilisation von chir. Utensilien, Gebrauch von Gegenständen, die zur eigenen Sicherheit dienen);
  • Techniken anzuwenden, welche den 1. Hilfe – Maßnahmen dienen

Helferischer - Beziehungsbereich
Die Studierenden sollen imstande sein:

  • den/die Kranken/e während der rehabilitativen Phase zu informieren und ihn/sie und seine/ihre Familie psychologisch zu unterstützen;
  • ein gesundheitserzieherisches Projekt mit dem/der Patienten/in und seiner/ihrer Familie festzulegen, indem die Methoden zur Selbstkontrolle, zukünftige Lebensstil – Änderungen gelehrt werden;
  • die Kontinuität der Pflege auch während der Entlassung bis hin zur Hauspflege zu garantieren, indem die Modalität mit dem/der Patienten/in und den Bezugspersonen und die Notwendigkeit andere Dienste hinzuzuziehen, besprochen wird.

Organisatorischer Bereich
Die Studierenden sollen imstande sein:

  • die eigene Arbeit zu planen , indem die Ziele und die Prioritäten des Dienstes berücksichtigt werden
  • Prioritäten zu setzen, aufgrund der Pflegebedürfnisse, der organisatorischen Notwendigkeiten und des optimalen Gebrauchs der vorhandenen Ressourcen des Dienstes;
  • Ergänzungsinstrumente zu gebrauchen (Richtlinien, pflegerische Protokolle, Prozeduren, standardisierte Pflegepläne);
  • pflegerische Tätigkeiten an Mitarbeiter/innen delegieren zu können, indem zuerst der Gesundheitszustand des/der Patienten/in und der Aufgabenbereich/ Berufsprofil der Ersteren berücksichtigt wird.

Bereich der Bildung und Selbstbildung
Die Studierenden sollen imstande sein:

  • die eigene berufliche Kompetenzebene zu bewerten und die eigenen Bildungsbedürfnisse mitzuteilen;
  • wissenschaftliche Artikel zu benützen, um die eigenen Kompetenzen auf dem Laufenden zu halten.

Zusammenarbeit bei Forschungsprojekten
Die Studierenden sollen imstande sein:

  • Daten über die eigene Arbeit so zu sammeln, dass sie qualitativ einer wissenschaftlichen Arbeit dienen können;
  • die wissenschaftlichen Ergebnisse umzusetzen, um eine Verbesserung in der pflegerischen Qualität herbeizuführen.

Die Ausbildung zielt darauf ab, den Lehrplan so zu gestalten, dass die soeben genannten Prinzipien zur Geltung kommen.

 

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