Reglement

 

  • Organisation

Pro Abteilung dürfen max. 2 ÄrztInnen gleichzeitig in Ausbildung sein.
Praktikum in der Praxis eines Allgemeinmediziners: mindestens zwei unterschiedliche Tutoren, Stadt-Land, mindestens 8 Wochen.
Verbot von anderen Tätigkeiten:
Gemäß Art. 8 des Landesgesetzes Nr. 14/2002 ist dem Arzt in Ausbildung jede freiberufliche Tätigkeit sowie jedes vertragsgebundene oder befristete Arbeitsverhältnis mit dem gesamtstaatlichen oder Landesgesundheitsdienst sowie mit Körperschaften und öffentlichen oder privaten Einrichtungen untersagt. 
Ausgenommen ist die zeitweilige Vertretung von mit dem Gesundheitsdienst vertragsgebundenen Ärzten in Allgemeinmedizin. Der Arzt kann außerdem in die Verzeichnisse für den Bereitschaftsdienst während der Nacht, an Feiertagen und als Touristenarzt eingetragen werden, darf aber nur dann eingesetzt werden, wenn keine bereits in den genannten Verzeichnissen eingetragenen Ärzte zur Verfügung stehen.

 

  • Dokumentation der Anwesenheit

Die Zeiterfassung erfolgt nach der in der besuchten Abteilung verwendeten Methode.
Freiberuflich geleistete Nachtdienste dürfen nur geleistet werden, wenn am nächsten Tag keine theoretische Ausbildungstätigkeit (Seminare) stattfindet. 
Im Rahmen der Ausbildung sind keine Nachtdienste vorgesehen.

 

  • Bewertung

Die Bewertung erfolgt durch den beauftragten Tutor, der durch den Verantwortlichen der Abteilung bestimmt wird. Die Bewertung erfolgt in einem Rasterzeugnis in Anlehnung an den Lernzielkatalog.
Die Bewertung erfolgt folgendermaßen: 
Differenzierte Bewertung für jeden Ausbildungsabschnitt (5=ungenügend, 6=genügend, 7=befriedigend, 8=gut, 9=sehr gut, 10=ausgezeichnet). Der Tutor trägt nur die Gesamtpunkteanzahl ein, die dann vom Amt für Ausbildung des Gesundheitspersonals dem 100er-System angepasst wird. Wenn der letzte Abschnitt in Allgemeinmedizin bei mehreren Tutoren durchgeführt wurde, müssen diese die Bewertung gemeinsam vornehmen. 
Bei jedem Seminar wird ein Lernerfolgstest mit 10 Fragen durchgeführt, die mit Noten von 5-10 bewertet und dann ebenfalls dem 100er-System angepasst werden.

Endbewertung: Die Endbewertung (auch diese ohne praktische Folgen) setzt sich aus 50% aus der Prüfungsnote und zu 50% aus der Kursbewertung zusammen. 
Die Kursbewertung setzt sich wie folgt zusammen: Seminare 30%, Praktikum 40%, die letzten 6 Monate Praktikum in Allgemeinmedizin 30%. 
Die Abschlussprüfung muss auf jeden Fall mit einer positiven Bewertung abgeschlossen sein.
Bei Ausbildungsabschnitten, die länger als vier Wochen dauern, sind im Abstand von vier Wochen Zwischenbewertungen durchzuführen. 
Das Nachholen der für die Erreichung der vorgeschriebenen Lernziele zweckdienlichen Tätigkeiten gemäß Art. 19 des Landesgesetzes Nr. 14/2002 kann in der von diesem Reglement vorgesehenen unterrichtsfreien Zeit erfolgen. Die Ärzte in Ausbildung müssen den ausgefüllten und unterzeichneten Bewertungsbogen innerhalb von drei Tagen nach Abschluss jedes Ausbildungsabschnittes im Amt für Ausbildung des Gesundheitspersonals abgeben.

 

  • Wiederholung

Für den Zeitraum der Wiederholung von Ausbildungsabschnitten, die nach dem Abschluss der ordentlichen dreijährigen Ausbildungszeit durchgeführt wird, wird keine Studienbeihilfe ausbezahlt.

 

  • Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung muss innerhalb eines Zeitraums von 5 Wochen nach Abschluss des dreijährigen Ausbildungszeit durchgeführt werden.
Kandidaten, welche die erforderlichen Wiederholungen innerhalb dieses Zeitraums nicht positiv abgeschlossen haben, können beim nächstmöglichen Appell zur Abschlussprüfung antreten.

 

  • Abwesenheiten

Die Abwesenheiten gemäß Art. 11 des Landesgesetzes Nr. 14/2003 werden wie folgt geregelt:
Der wissenschaftliche Beirat legt pro Ausbildungsjahr 15 freie Tage im Sommer und 5 freie Tage im Winter fest. 10 Tage pro Ausbildungsjahr stehen zur freien Verfügung, wobei der Lernerfolg des Ausbildungsabschnittes gewährleistet sein muss. Die Ermächtigung erfolgt durch den Tutor in Absprache mit dem Verantwortlichen der Abteilung. Abwesenheiten, die über die vorgesehene Anzahl hinausgehen, müssen in jedem Fall nachgeholt werden. Die Kandidaten dürfen bei höchstens 10% der theoretischen Ausbildungsaktivitäten abwesend sein. 
Bei Abweichungen entscheidet der Wissenschaftliche Beirat.
Verkürzungen der Ausbildungslehrgangs aufgrund vorhergehender Lernerfahrungen sind nicht zulässig.

 

  • Versicherung

Die Teilnehmer müssen auf eigene Kosten eine Versicherung gegen Arbeitsunfälle sowie eine Versicherung gegen Berufsrisiken abschließen. Die Höhe der Deckungssumme muss den möglichen Schadensersatzforderungen angemessen sein.

 

  • Rezeptblock

Den Ausbildungsärzten ist die Verwendung des Kassenrezeptblockes des Gesundheitsdienstes gestattet. Die Rezepte müssen mit dem Stempel desselben Arztes (mit dem Namen und dem Titel Dr. univ. med.) und mit dem Stempel der ausbildenden Abteilung oder des für den Ausbildungsabschnitt verantwortlichen Arztes in Allgemeinmedizin versehen sein.